Der größere Eingang ist für den Treibstrom – dieser ist nach dem Gaskühler angeordnet. Der kleinere Eingang ist der des Saugstroms. Er kommt von einem Akkumulator oder auch Flüssigkeitsabscheider genannt. Der Ausgang geht in den Mitteldruckbehälter, also dem Sammler. Innerhalb des *c-Ejector Innen befinden sich keine beweglichen Bauteile. Es gibt eine Treibdüse, eine Saugkammer, eine Mischkammer und den Diffusor am Ausgang des Ejektors. Der hohe Druck auf der Hochdruckseite drückt das Fluid durch die Treibdüse und beschleunigt das Kältemittel sehr stark. Durch die Entspannung im Austritt der Düse fällt der statische Druck unter den Saugdruck der Normalkühlstufe. Der hier in der Saugkammer entstandene Unterdruck saugt das CO2 aus dem Akkumulator ab. In der Mischklammer vermischt es sich zu einem gemeinsamen Massenstrom und wird im Diffusor, am Ausgang des *c-Ejektors, wieder entschleunigt, wodurch der Druck auf Mitteldruckniveau ansteigt. Der Ejektor ersetzt somit das Hochdruckventil, mit dem Unterschied, dass ein zusätzlicher Massenstrom beigefügt wird.
Um die Funktionsweise besser zu veranschaulichen, wurde dies in einem kleinen Experiment anhand von Druckluft, zwei unterschiedlich dicken Schläuchen und etwas gefärbtem Wasser dargestellt. Die Druckluft simuliert den hohen Druck auf der Hochdruckseite, das Wasser ist der angesaugte Massenstrom aus dem Akkumulator.
Prinzipiell wird zwischen zwei Typen unterschieden: Gas- und Flüssigejektor. Im Falle des Gasejektors wird Gas aus dem Akkumulator abgesaugt. Dieses wird vom Saugdruckniveau der Normalkühlung auf Mitteldruckniveau angehoben. Das vorverdichtete Gas wird zusammen mit dem Flashgas aus dem Sammler von dem Parallelverdichter auf Hochdruckniveau gebracht. Dadurch werden die Normalkühlverdichter entlastet und verbessern die Effizienz des Gesamtsystems. Beim Flüssigkeitsejektor wird Flüssigkeit aus dem Akkumulator gesaugt. Die Flüssigkeit ist vorhanden, weil die Verdampfungstemperatur der Kühlstellen so weit angehoben wird, dass eine vollständige Verdampfung in den Kühlstellen nicht unbedingt gewährleistet ist. Die Kühlstellen werden quasi überflutet betrieben. Die abgesaugte Flüssigkeit wird dem Treibmassenstrom zugeführt und kann vom Sammler aus wieder im Kreisprozess genutzt werden. Die Effizienzsteigerung kommt hierbei durch die deutliche Anhebung der Verdampfungstemperatur zustande.
An unserer hauseigenen Versuchsanlage konnten wir durch den Einbau von Parallelverdichter sowie Gas- & Flüssigejektoren verschiedene Leistungstests durchführen und für einen Sommertag bei transkritsicher Betriebsweise Effizienzsteigerungen von 21 % erreichen.
Die Vorteile beim Einsatz eines Ejektors im Überblick:
- Geringerer Stromverbrauch durch höhere Sauggastemperatur
- Individuell an jeden Anwendungsfall und jede Leistungsgröße abstimmbar
- Klimatisierung und/oder Wärmepumpen-Verdampfer integrierbar
- Laufzeitverlängerung des Parallelverdichters auch bei niedrigen Außentemperaturen
- Hohe Zuverlässigkeit (keine bewegten oder rotierenden Bauteile)
- Kurze Amortisationszeit (je nach Anlagengröße)
- Effizienzsteigerung auch bei subkritischer Betriebsweise
Als Hersteller von Kältemaschinen hat sich compact Kältetechnik im Zuge der F-Gase Verordnung frühzeitig auf die Forschung und Entwicklung im Bereich der natürlichen Kältemittel fokussiert. Insbesondere der Einsatz von CO2 als Kältemittel (R744) hat in vielen Einsatzbereichen stark zugenommen.