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Getrübte Umsatzerwartungen durch Ukraine-Krieg

© VDMAAufgrund der aktuellen Kriegssituation in der Ukraine hat der VDMA seine Prognose für das reale Produktionswachstum im Maschinen- und Anlagenbau von 7 Prozent auf 4 Prozent für das Jahr 2022 gesenkt. Zwar rechnen Unternehmen der allgemeinen Lufttechnik prinzipiell mit einer guten Konjunkturlage, die Firmen stehen jedoch vor vielfältigen Herausforderungen.


Die wirtschaftlichen Folgen des russischen Angriffs auf die Ukraine und die zunehmende Gefahr von Protektionismus sind aktuell nicht abschätzbar. Die deutschen Unternehmen der Allgemeinen Lufttechnik exportierten 2021 Erzeugnisse im Wert von 370 Millionen Euro nach Russland und Weißrussland sowie in die Ukraine. Das entspricht knapp 3 Prozent der gesamten Ausfuhren der Allgemeinen Lufttechnik im Jahr 2021. Laut Konjunkturumfrage des Fachverbandes Allgemeine Lufttechnik erwarten die Unternehmen in diesem Jahr ein Umsatzplus von durchschnittlich 5 Prozent zum Vorjahr. Bereits im Jahr 2021 verbuchte die Branche eine Umsatzsteigerung von 10 Prozent. Auf der jüngsten Vorstandssitzung des Fachverbandes war jedoch zunehmende Skepsis spürbar. Die Auswirkungen des Ukraine-Krieges auf die weitere Entwicklung seien schwer kalkulierbar, hieß es. Ein entscheidender Faktor hierbei wird die künftige Verfügbarkeit von Material und Vorprodukten (beispielsweise Stähle und andere Metalle, Kunststoffe, Energie und insbesondere Elektronikbauteile) sein. Aufgrund zahlreicher Störungen in den Lieferketten und damit verbundener, schwer kalkulierbarer Materialkosten sowie einer zusätzlichen Verunsicherung der Abnehmerbranchen ist mit Projektverzögerungen zu rechnen. Zwar sind die Orderbücher in der Allgemeinen Lufttechnik gut gefüllt, weil die Aufträge aber nicht zügig abgearbeitet werden können, verschieben sich auch die Umsätze. 

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