Gesellenprüfung und Freisprechung in Springe

Quelle/Foto: Landesinnung Niedersachsen/Sachsen-Anhalt
Datum: 04.02.2020

Nachdem 2 Teilnehmer noch in die mündliche Prüfung durften, konnte die Prüfung mit nur 44 erfolgreichen Absolventen beendet werden. © Landesinnung Niedersachsen/Sachsen-Anhalt

Am 31. Januar 2020 fand in Springe die Freisprechung zur großen Winterprüfung statt. Die Anzahl der Prüflinge für den Bereich Niedersachsen / Sachsen-Anhalt (in Kooperation mit der Innung Osnabrück) ist dabei stabil geblieben. Mit 73 gemeldeten Prüflingen wartete auf den Prüfungsausschuss mit mittlerweile über 30 ehrenamtlichen Prüfern erneut eine sportliche Aufgabe.

 

An dieser Stelle: Herzlichen Dank für das Engagement im Ehrenamt! Das ist eine Meisterleistung, was wir in unserem Gewerk an Unterstützung aus den Kälte-Klima-Fachbetrieben erfahren dürfen.

Somit galt es für die Durchführung in 3 Gruppen (Vorbereitungslehrgänge, Anlagenbau, Fehlersuche, Fachgespräch + Bewertung) ein Zeitraum vom November 2019 bis Januar 2020 einzuplanen. Trotz unserer guten Werkstattkapazitäten in Springe eine planerische Herausforderung.

Dozenten freuen sich mit © Landesinnung Niedersachsen/Sachsen-AnhaltDie Ergebnisse waren allerdings weit unter den Erwartungen und Erfahrungen der Vergangenheit. Nachdem 2 Teilnehmer noch in die mündliche Prüfung durften, konnte die Prüfung mit nur 44 erfolgreichen Absolventen beendet werden. Die Erleichterung bei den Junggesellen, die an der Freisprechung teilnehmen durften, war deutlich bei der Übergabe der Gesellenbriefe zu spüren. Diese Übergabe fand traditionell bei der Gesellenfreisprechung mit Familie, Freunden, Ausbildern und Betriebsinhabern in der Werkstatt der Norddeutschen Kälte-Fachschule statt (140 Teilnehmende).

26 Prüflinge werden im Sommer 2020 nochmal antreten und die nicht bestandenen Prüfungsteile wiederholen. Die Durchfallquote von 37,1 % ist historisch und bei unseren Recherchen in der Vergangenheit noch nie vorgekommen. Durch die freigesprochenen Teilnehmer hat man aber auch gesehen, dass die Prüfung zu schaffen war, denn es wurden auch Zensuren im 2er Bereich vergeben. Die praktische Prüfung beinhaltete den Bau einer Klimakammer zum Kühlen und Entfeuchten. Mit elektronischem Einspritzventil, elektronischer Temperaturanzeige, Magnetventil und Heißgasbypassregler.

Resümee des Prüfungsausschusses:

  • Die größte Schwierigkeit bestand dieses Jahr in der Zeitvorgabe (Anlagen wurden teilweise nicht fertig oder fehlerhaft). Viele Grundfertigkeiten, die am Ende der Ausbildung vorausgesetzt werden, waren nicht vorhanden. Bereits das Biegen der Rohre machte einigen Auszubildenden schwer zu schaffen.
  • Schellen zur Rohrbefestigung wurden auch dieses Jahr größtenteils als nicht notwendig angesehen; Teilweise wurden Kabelbinder genutzt.
  • Während der Prüfung musste jeder Prüfling an einer Kälteanlage im Kältelabor mehrere Fehler suchen sowie ein Fachgespräch mit den Prüfern führen. Hier viel positiv auf, dass die Teilergebnisse hierzu wesentlich besser ausgefallen sind.
  • Erstaunlich bei den Ergebnisse nach der Analyse/Betrachtung:
  • Von 26 anstehenden „Wiederholern“ müssen 17 Kandidaten sowohl die praktische als auch die theoretische Prüfung wiederholen.
  • Selbst in dem schriftlichen Fach Wirtschafts- und Sozialkunde (diesen Part wurde sonst von fast allen bestanden) gab es auffällig hohe Durchfaller.

Volles Haus in Springe © Landesinnung Niedersachsen/Sachsen-AnhaltSicherlich hätte es den ein oder anderen noch gerettet, hätte er die 1,5 Jahre vorher durchgeführte Gesellenprüfung, Teil 1, ernster genommen. Zählt sie doch mit 30% zum Gesamtergebnis mit. Zusätzlich zu den Gesellenbriefen, erhielten alle Gesellen Ihre Sachkundebescheinigung nach ChemiekalienklimaschutzV der Kategorie 1. Noch relativ neu (seit vergangenem Jahr) ist, dass die Gesellen zusätzlich die Sachkundebescheinigungen für CO2 und A2L/A3 Kältemittel erhalten. Niedersachsen war maßgeblich an der Einführung eines weiteren überbetrieblichen Lehrgangs (KK5) beteiligt, in dem das dafür nötige Fachwissen vermittelt und ebenfalls abgeprüft wird.

Die Landesinnung Niedersachsen/Sachsen-Anhalt gratuliert allen neuen Gesellen und wünscht den Wiederholern im Sommer 2020 viel Erfolg beim zweiten Anlauf.

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