Aus dem Hänger: Auf dem Hocker mit Daniel Rosenberg

Quelle/Foto: KältenKlub

Der Weg in die Kälte von Daniel Rosenberg

Auf dem Hocker mit… ➔ … einer Person aus unserer Branche. Sie beschreibt ihren Lebensweg von der Schule bis heute. Kältischer Klatsch & Tratsch aus dem PINK-Anhänger. Denn immer wieder stellt sich in vielen Gesprächen die Frage „Und wie bist Du in die Kälte gekommen?“.

Wie so viele Jugendliche im Alter zwischen ca. 12 und 18 Jahren stellte er sich die Frage was er beruflich später machen will? Wo soll sein Lebensweg hingehen? Was will man machen? Dies war gar nicht so leicht zu beantworten, da ja im Berufsleben eine Vielzahl an Möglichkeiten in Frage kommen kann.

Aber von vorn. Daniel nahm den ganz normalen Weg über die Grundschule und auf die Realschule. Hier zeigte sich jedoch, dass wenn man nicht mitarbeitet und alles ein wenig locker sieht, sich das ganze rächen kann, was darin mündete das er auf die Hauptschule wechselte.

Nachdem er durch den Schulwechsel verstanden hatte, das man auch „etwas“ tun muss, lief es so gut, dass er seinen Abschluss der mittleren Reife mit Qualifikation erlangen konnte. Hier stand dann auch während der 8. Klasse das erste Praktikum an. Er probierte sich als Tischler. Was ihm aber nach dem dreiwöchigen Praktikum klar war: Das ist kein Berufswunsch mehr. In der Zeit bis zur 10. Klasse probierte er verschiedene Praktika sowie Ferienjobs aus im Elektrohandwerk sowie dann eines als Kälte – Klimaanlagenbauer. Und nach diesem Praktikum war klar, dass er diesen Job machen oder zur Bundeswehr gehen wollte. Da aber der Gang zur Bundeswehr ohne vorherige berufliche Ausbildung nicht sehr clever gewesen wäre, war der Weg im Weiteren dann vorbestimmt.

Auch Daniel musste sich den 20 Fragen stellen. Die Antworten gibt es im Video.  Bild: KältenKlubNachdem aber die erste und einzige Bewerbung durch einen Kältebetrieb für Großkälteanlagen am Nikolaustag 2000 angenommen und fixiert wurde, startete er am 01. August 2001 in die Lehre als Kälte- Klimaanlagenbauer. Es erwies sich alles als nicht so einfach, wie es ihm von „außen“ immer erschienen war: Auch er bekam mehrfach zu hören das Lehrjahre ja keine Herrenjahre seien. Nichtsdestotrotz wurde es im Laufe der 3,5 Jahre immer besser, sodass er zeitweilig ab dem 3. Lehrjahr auch alleine unterwegs war und Anlagen reparierte sowie Wartungen durchführte.

Nach erfolgreicher Gesellenprüfung im Jahr 2005 ging er für eine deutsche Firma für drei Monate nach Irland, um hier ein Hotel zu klimatisieren. Eine unglaubliche Erfahrung, sowohl was das Arbeiten wie auch das Kulturelle betraf.

Nachdem die drei Monate vorüber gegangen waren, in denen er wie auch schon bei seiner Lehrstelle sehr viel Erfahrung erlangte (größere Anlagen, Ausland), wechselte er erstmalig zu einer kleinen Firma an seinen Wohnort. Da es hier leider zu wirtschaftlichen Problemen im Firmenumfeld kam, ging er und wechselte in eine Firma, die im Bereich Supermarktkälte unterwegs war. Das war für ihn in seinen jungen Jahren ebenfalls sehr lehrreich. Es gab Notdienst und es begann die Zeit, in der man sich erstmalig auf Anlagen aus der Ferne aufschalten konnte. In dieser Zeit wurde alles digitaler und ein Wandel begann, dem man sich stellen musste.

Nach ca. 2,5 Jahren (2008) entschloss er sich dann nochmals etwas anderes zu probieren und wechselte als Kälteanlagenbauer in die Fleischindustrie. Auch dieser Job machte Spaß, allerdings war die Schichtarbeit nicht seins, sodass er wieder in ein mittelständisches Kälte – Klima Unternehmen zurück wechselte.

Nach dem Wechsel bemerkte sein Chef die Qualitäten und Ressourcen, sodass er begann ihn zu fördern. Was darin mündete, dass er für seinen Chef quasi als rechte Hand fungierte. Er machte die Urlaubsvertretung seines Chefs und wurde mit erweiterten Kundenaufträgen betreut, die sich vom ersten Kontakt bis hin zu Aufmaß der Baustellen erstreckten.

Da er nun auch Erfahrung im Bereich Office hatte (Angebote, Berechnungen etc.), blieb dies einem großen Unternehmen der Klimabranche nicht verborgen. Man kontaktierte ihn und er wechselte im Jahr 2016 zu einem Hersteller als Field Support Ingenieur. Hier half er den Kunden aus dem Homeoffice heraus technische Fragen zu beantworten und Probleme mit den Anlagen des Herstellers zu lösen. Des Weiteren unterstützte er die Kunden vor Ort bei Inbetriebnahmen sowie Störungen. Ebenfalls war er auch hier schon auf der technischen Seite beratend tätig für Anlagen, die noch umgesetzt werden sollten. Da er sich gerne noch weiterentwickeln wollte, hatte er gehofft, in den Verkauf des Herstellers wechseln zu können. Was jedoch leider nicht zustande kam, sodass er zum Februar 2020 zu der Midea Europe GmbH wechselte und hier aktuell als Area Sales Manager für den Bereich Nord und Ost arbeitet.

Als Fazit kann man sagen, dass es für ihn eine Berufswahl war, die sich im Nachhinein als super und total zukunftsorientiert erwiesen hat. Durch die Vielseitigkeit die einem in diesem Beruf vermittelt wird, ist man extrem flexibel und hat ein sehr hohes Wissen.

Da es in diesem Beruf so viele Möglichkeiten und so viel Know-how gibt, kann man nur dazu raten diesen zu ergreifen. Der Beruf ist sehr zukunftsorientiert. Auch, weil er eine sehr hohe Bandbreite abdeckt. Es gibt viele Möglichkeiten sich in dem Beruf zu orientieren, sei es Klima oder Kälte oder etwas ganz anderes, was mit der Kälte- und Klimatechnik zu tun hat.

 

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