4. Kälten-Treff 2018

4. Kälten-Treff 2018:Starnberger See - Wir kommen!

Quelle/Foto: KK-Redaktion / Dirk Rehfeld

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Vom 15. bis 16. Juni fand im historischen Schloss des christlichen Kinder- und Jugendwerks WDL direkt am Starnberger See der 4. Kälten-Treff statt. Rund 70 „Kälten“ kamen zusammen. Dazu gesellten sich die zehn Referenten, spontane Abendgäste und zum Mega-Grillen 20 besondere Gäste. Die Teilnehmer haben die Veranstaltung zum Lernen, aber auch ausgiebig zum fachlichen Austausch und zum Netzwerken genutzt. In diesem ersten Teil des Beitrags lesen Sie, wie der Vorabend verlaufen ist und welche Themen die ersten fünf Referenten den Teilnehmern ans Herz legen.

0740 aufmacherFoto: Dirk Rehfeld


Alte Hasen und neue Bunnies


Knapp 50 Prozent der Teilnehmer sind Wiederholungstäter und als „alte Hasen“ bei nahezu jedem Kälten-Treff dabei. Der „kältische Event“ beginnt für die Gäste aus dem hohen Norden, für die Referenten und KK-Redakteur Dirk Rehfeld bereits traditionell am Vorabend. Um 18 Uhr trifft man sich zum gemeinsamen Essen in der nahe gelegenen Burg. Danach liegt die Priorität beim gemütlichen Beisammensein am See. So kommen rund 20 Kälten im ungezwungenen Rahmen ins Gespräch, tauschen sich gut gelaunt untereinander aus und kommunizieren. Allein dieses freundschaftliche Zusammensein verbunden mit einem bereits jetzt hohen Informationsgehalt aus den Gesprächen dieser kleinen „Vorabendgruppe“ ist ein Kälten-Treff wert. Denn eins haben die Teilnehmer schnell gemerkt: Der Kälten-Treff ist eine Kombination aus Fachinformationen, Netzwerken und Spaß. Dazu zählt auch der Austausch persönlicher Erfahrungen aus dem Alltag in kollegialer und freundschaftlicher Atmosphäre. Und das wird genutzt bis zur letzten Minute. Aber jeder Abend geht auch zu Ende. Weit nach Mitternacht fallen die letzten Augen zu und der Vortragstag rückt in greifbare Nähe.

Propan: Vorteile, Nachteile, Vorurteile

0740 milanoFoto: Dirk RehfeldLorenzo Milano, Cool Italia, berichtet über Vorteile, Nachteile und Vorurteile von Propan. Immer noch scheint der Einsatz von Propan als Kältemittel ein um-strittenes Thema in der Kältebranche zu sein, denn es bestehen weiterhin Vorurteile: Propan ist brennbar und hochentzündlich und könnte unter besonderen Umständen zu einer Explosion führen. Blickt man aber auf die vielfältigen Anwendungen von Propan im Alltag, dann relativiert sich die Eigenschaft der Brennbarkeit. Im Gegenteil: Es ist genau diese Eigenschaft, die Propan oder Isobutan für die Gastronomie, die Freizeitindustrie oder zu Heizzwecken im Haushalt interessant macht. Flüssig- oder Stadtgas sowie Gasflaschen versorgen Gasherde, Brennwertgeräte, Grills oder Heizstrahler in unmittelbarer Nähe zu Menschen.

In Folge der F-Gase-Verordnung (EU) 517/2014 wird für Bereiche der Gewerbekühlung ab dem 1. Januar 2022 trotz stetiger Entwicklungen nur noch eine Handvoll Kältemittel zur Verfügung stehen. Darum sollte sich der Markt bereits jetzt mit langfristigen Alternativen beschäftigen und Propan ist eine davon. Propan (R290) wird in die Sicherheitsgruppe A3 eingestuft. Das bedeutet, dass es gering toxisch ist, aber eine höhere Brennbarkeit besitzt. Berücksichtigt man diese Eigenschaften und hält sich an Vorsichtsmaßnahmen und Wartungsintervalle, kann Propan als Kältemittel problemlos in vielen Kälteanlagen eingesetzt werden.

Aufgrund einer Siedetemperatur von 42 °C und einem Temperaturgleit von 0 K eignet sich R290 optimal für NK- und TK-Anwendungen. Ein Beispiel dafür bieten die Wand- und Deckenaggregate von Rivacold mit luftgekühlten als auch mit wassergekühlten Verflüssigern. Die R290-Aggregate werden konform der Maschinenrichtlinie 2006/42/CE sowie der aktuellen DIN EN 378-2 produziert. Der Kältekreislauf ist nach TRBS 2152-2 als „technisch dauerhaft dicht“ eingestuft. Alle elektrischen Bauteile sind so ausgeführt, dass keine Zündfunken ent- stehen können. Ein im Verdichterraum eingebauter Zusatzlüfter sorgt außerdem dafür, dass im Falle einer Leckage eine explosionsfähige Atmosphäre verhindert werden kann. Die Füllmenge der Aggregate liegt unterhalb von 150 g pro Kältekreislauf. Die Kälteleistung jedes Aggregats ist zwar dadurch begrenzt, aber es kann zu keinem Zeitpunkt eine explosionsfähige Atmosphäre entstehen. Wenn man sich aus Vorurteilen befreit und die entsprechenden Vorsichtsmaßnahmen beachtet, stellt sich Propan als optimale und effiziente Kältemittellösung dar.

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Video vom 4. Kälten-Treff

70 Kälten, 300 Minuten Vortrags-Info, 3 Tage feiern, Lebenslang Netzwerken: Das ist der 4. Kälten-Treff in einer sagenhaften Lokation in dem WDL-Schloss am Starnberger See.

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