Die Geschichte des KältenKlubs

Eigentlich war es geplant, eine digitale Kältezeitung zu machen. Aber es kam anders.

Die Idee im Jahr 2012: Mache Facebook

Der Weg bis zum KältenKlub war ein langer Weg und ich erzähle ihn in der "Ich-Form". Alles begann Anfang 2012 mit dem Gedanken, neben der Erstellung einer Fachzeitschrift und deren Newsletter noch etwas anderes zu machen. Es sollte etwas sein, mit dem die KK-Redaktion nicht nur die Heftleser, sondern auch viele andere Kälteanlagenbauer erreichen kann. Redakteur Dirk Rehfeld (ich ;-) ) hatte bereits im Februar 2012 ein Xing-Gruppe eröffnet und als "Neuer" wollte ich in der KK-Redaktion mit weiteren neuen Medien experimentieren. Es sollte Reichweite schaffen und neben den treuen Heftlesern neue Kontakte und Firmen erschließen. Eine Mitarbeiterin bei Gentner Verlag sagte mir, dass Facebook eine sehr gute Möglichkeit ist, um neue Kontakte zu knüpfen und als Unternehmen sein "digitales Image" aufzubauen. Das war eine tolle Idee, aber was ist das und wie geht das? Ich habe angefangen, mich damit zu beschäftigen. Am 21. Dezember 2012 ging dann die Facebookseite der Fachzeitschrift DIE KÄLTE + Klimatechnik an den Start. Anfangs noch sehr holperig, denn ich musste erst einmal herausfinden, wie das alles funktioniert.

Seite fertig. Und jetzt?

Das war eines der Gewinnspiele. © KältenKlubDas war eines der Gewinnspiele. © KältenKlubDas war eines der Gewinnspiele in 2013. Versandfertig im Verlag. © KältenKlubAm Anfang ist es schon ein merkwürdiges Gefühl, wenn man Dinge in die Seite postet, ohne jemanden damit zu erreichen. 0 Follower sind deprimierend und ermutigend zugleich. Geld für Werbung wollten wir nicht ausgeben (PS: bis heute, 2021, haben wir das nicht gemacht). Gepostet wurden Nachrichten aus der Branche. Aber wie kommt man jetzt an sogenannte "Fans"? Es war eine Art Einzelkampf. Täglich suchte ich auf Facebook nach Unternehmen, die sich mit Kältetechnik beschäftigen und postete dort den Link der Seite rein mit der Bitte, sich das mal anzusehen. Eine Bewerbung erfolgte natürlich auch in der Fachzeitschrift. Nach vielen Monaten hatten wir dann die ersten 1000 Fans zusammen. Das lag wohl u.a. auch an den Gewinnspielen, die dort regelmäßig durchgeführt werden. Das war ein tolles Gefühl. 1000 Fans sind großartig. 

Neben den normalen Nachrichten aus der Branche sollte dort mehr passieren. Es wurde gesagt, dass dort auch Dinge rein müssen, die direkt mit dem Leuten zu tun haben müssen, die sich da rumtreiben. Dinge, die auch den Alltag der Jungs an der Front spiegeln. Und das waren neben den seriösen Nachrichten z.B. auch Bilder von "toten Maschinisten", defekten Anlagen usw. Das blieb nicht lange ohne Diskussion und die Jungs begannen, miteinander zu reden.

Wenn man eine Community bilden möchte, braucht es ein eigenes Logo. Das Logo der Zeitschrift kam für diesen Zweck nicht in Frage. Ich überlegte eine Weile und dann kam der zündende Gedanke: Wenn er schon die Jungs mit "Liebe Kälten" anspricht, dann sollen es auch die Kälten sein. Keine Frostis, Eisbären, Freunde der Kältetechnik usw. Es sind die Kälten. Und es ist ein Wortspiel. Kälten kommt von Kelten und daher war im Kopf direkt der Helm auf der Schneeflocke zusammengebaut. Ja, dieser Helm ist nicht wirklich ein Kelten-Helm, sondern eher ein Wikinger-Helm, aber die Kälten sollten ein richtig cooles Logo bekommen. Mit diesem Gedanken lief ich zu den "Grünen Tomaten", den Layoutern vom Gentner Verlag. Sie haben dann dieses Logo entworfen, das bis heute in dieser Form benutzt wird. 

Damit war das Layout der Kälten geboren. Es stellt die Kälten als coole Jungs dar, als muskelbepackte und vollbärtige "Kelten", die kampfbereit und hart im nehmen sind. Entsprechend dunkel ist das Image übrigens daher auch im KätenKlub. Die Seite begann zu leben. Für die Vergrößerung der Community wird neben der "Kalt-Akquise" immer wieder ein Gewinnspiel via Facebook durchgeführt und der direkten Kontakt zu neuen Fans gepflegt. Diese Fans sind nicht nur die Heftleser der Fachzeitschrift, sondern in erster Linie angestellte Gesellen, Meister, Azubis und junge Selbstständige. Klar, es sind auch viele Personen aus dem Bereich der Komponentenhersteller dabei. Aber es sind wirklich die Jungs (und Mädels), die wir erreichen wollten.

Kälten + Treffen = Kälten-Treff

Wie bereits erwähnt, hatte ich meinen Job als KK-Redakteur im Jahr 2012 angetreten. Und weil es in diesem Job immer auch ums Lernen geht, durfte ich an der Norddeutschen Kälte-Fachschule in 2013 einen Grundkurs Kältetechnik machen. Eine tolle Zeit mit vielen neuen Erfahrungen und neuen Kontakten. Ich lernte u.a. auch Torsten Kern und die Geschäftsführerin der NKF Iris Wolf-Bormann kennen. Torsten hat zu dieser Zeit dort seinen Meister gemacht und zusammen mit einigen Meistern und der Iris waren wir nahezu jeden Abend im Mensch Meyer. Wir saßen überwiegend rauchend und biertrinkend mit rund zehn Leuten zusammen und haben den ganzen Abend gequatscht. Diese Treffen haben neue Weichen gestellt. Denn irgendwann fragte mich Iris: "Mensch Dirk, Du hast jetzt so viele Fans auf Deiner Seite. Wäre es nicht mal eine Idee, wenn sich diese Leute mal persönlich treffen?". Bei mir ergab sich wegen dieser Frage sofort eine Formel im Kopf: Kälten + Treffen = Kälten-Treffen. Abgerundet Kälten-Treff. Das war es. Wir machen einen Kälten-Treff!

Der 1. Kälten-Treff

Die tolle Truppe vom 1. Kälten-Treff 2015 © KältenKlubDie tolle Truppe vom 1. Kälten-Treff 2015 © KältenKlub

Die Idee musste natürlich noch etwas reifen. Klar war, dass es eine Veranstaltung sein soll, auf der gelernt wird. Es soll Vorträge geben und es sollte etwas völlig Neues sein. Die Zielgruppe war ja auch neu und wir waren gespannt, ob das so funktionieren würde. Ein Experiment. Der Ort war auch sofort klar, weil der Ideen-Impuls aus Springe kam. Die NKF, denn dort gab es den Vortragsraum, eine Kantine und das Hotel für die Übernachtungen. Alles vorhanden. Neben dem eigentlichen Lernen sollte es aber noch etwas mehr geben. Und das ist der rustikale Grillabend mit Bierwand und etwas Party. Die Kälten sollen nicht direkt nach den Vorträgen wieder heimfahren, sondern sich in lockerer Atmosphäre feiern und netzwerken. Am nächsten Tag soll es nach einer Übernachtung erholt wieder nach Hause gehen. Die jungen Leute aus Facebook, die virtuellen Profile, sollen sich "in Echt" treffen. Ein charmanter Gedanke. 2015 war es dann soweit. Ich konnte eine Auswahl an Industrieunternehmen für dieses Veranstaltungsformat begeistern und somit die Finanzierung und die Vorträge in trockene Tücher bringen. Das Programm war auch bald fertig und die Anmeldungen gingen los. Spannung!

 

 

 

Damals Lockmittel, heute Sammlerstück © KältenKlubDamals Lockmittel, heute Sammlerstück © KältenKluDamals Lockmittel, heute Sammlerstück © KältenKlubAm Tag der Veranstaltung hatte ich große Angst, das keiner kommt. Es war ja immerhin meine allererste "eigene" Veranstaltung. Als eine Art "Lockmittel" bekam jeder Teilnehmer ein "kältisches Trinkhorn" als Begrüßungsgeschenk. Heute sind das echte Sammlerstücke. Iris hat die Vor-Ort-Organisation meisterhaft durchgeführt und wir alle haben weit im Vorfeld dieses Event geplant. Es hat unglaublich Spaß gebracht und ich denke, die Kälten fanden es auch richtig klasse. 

 Der 1. Kälten-Werkstreff

Geboren aus einem Chillventa-Gespräch


Die Kälten bei Bitzer.  © KältenKlubDer Serviettenvertrag. © KältenKlubIm Laufe der Jahre hat sich der Kälten-Treff als etablierte Veranstaltung in der Branche rumgesprochen. Ein weiterer Meilenstein der Kälten ergab sich 2018 auf der Chillventa beim Bitzer-Messestand. Volker Stamer, Leiter der Schaufler Academy, hat mich angesprochen, ob es nicht möglich wäre, dass die Kälten ganz speziell nur bei Bitzer auftauchen. Eine neue Idee und ich liebe neue Ideen. Auch, wenn ich vorher immer etwas Angst habe ;-). Sofort haben Volker und ich noch auf dem Messestand auf einer Serviette einen handschriftlichen Vertrag gemacht. Für mich ein "historischer Moment". Die Kälten treffen sich 2018 bei Bitzer zum Lernen und Netzwerken. Aber auch ein Kälten-Werkstreff sollte etwas Besonderes sein.

 

 

 

 

© KältenKlub© KältenKlubDie Idee: Wir zelten. Volker hat in Herrenberg bei einem Tennisverein den Platz besorgt. Nach den Bitzer-Vorträgen und einer Werksführung ging es zum Tennisverein. Dort haben die Kälten ihre Zelte aufgeschlagen. Irgendeiner postete in der Facebookgruppe mal ein Foto als Comic mit Bezug auf Kälte und Zelten. Ich wollte den Satz "Wenn Kälten zelten" in die Realität umsetzen. Es war ein prima Erlebnis und hat allen sehr viel Spaß gemacht. 

Der AZUBI-Treff

Die Auszubildenden bei einem AZUBI-Treff © KältenKlubDie Auszubildenden bei einem AZUBI-Treff © KältenKlubDie Auszubildenden bei einem AZUBI-Treff © KältenKlubEin weiterer Abzweiger vom Kälten-Treff ist der AZUBI-Treff. Als ähnliche Veranstaltung gehen wir damit direkt in die Berufsschulen und bescheren den Auszubildenden ebenfalls lehrreiche Vorträge und einen Grillnachmittag. Jedoch ohne Bierwand ;-). Am 20. Oktober 2016 fand der 1. AZUBI-Treff statt. 130 Auszubildende im 3. Lehrjahr trafen sich am Beruflichen Schulzentrum Leonberg und wurden von insgesamt fünf renommierten Unternehmen der Kälte- und Klimabranche über Neuigkeiten aus der Welt der Normen und Produkte sowie über digitale Kanäle informiert. Zudem gab es eine spannende Zeitreise durch die Geschichte der Kältetechnik. Leonberg ergab sich, weil ich da wohne und die Berufsschule direkt um die Ecke ist.

Die Beruflichen Schulen in Gelnhausen folgen 2017 und den 3. AZUBI-Treff haben wir 2018 hoch oben im Norden in Rendsburg gemacht. Im Juli 2021 wollen wir in die David Roentgen Schule nach Neuwied.

 

 

KältenKlub - Der Klub für echte Kälten seit 2019

Im Laufe der Jahre hat sich ein großes Netzwerk aufgebaut und es war an der Zeit, sich neue Gedanken zu machen. Jetzt kommt ein wenig Geplauder aus dem Nähkästchen:

Mittlerweile gibt es eine große Anzahl an Fachbeiträgen im Klub. © KältenKlub2019 hatte ich Abends immer ein bis zwei Stunden Zeit übrig, während meine Frau die Kinder zu Bett brachte. Was tun in dieser Zeit? Fernsehen: Doof, Zocken: Doof, Lesen: Doof. Sport: Nö, lass mal. Alles doof. Dann kam die Idee, eine Webseite zu bauen. Idee: Toll. Nur was? Da war sie wieder, diese Frage nach dem Sinn und Zweck. Als Idee kam dem mir dann eine digitale Kältenzeitung oder ein KältenKlub. Irgendetwas, mit dem man den Kälten noch etwas geben kann. Fachbeiträge sollten es sein, eine Legende der bisherigen Kälten-Treffs, eine Austauschplattform. Irgendwie sowas in diese Richtung. Ich fing an, sich mit Joomla zu beschäftigen, sicherte mir die Seiten www.kältezeitung.de und www.kaeltenklub.de und bastelte die ersten Seiten zusammen. Insgesamt rund sieben Mal wurde alles wieder komplett gelöscht. Es fehlte noch die Idee, die Inhalte sinnvoll anzulegen und etwas zu schaffen, das einen echten Mehrwert hat. Gegen Oktober 2019 war es dann soweit.

Ich durfte meiner Verlagsleitung die Seite vorstellen. Geeinigt wurde sich auf www.kaeltenklub.de. In einem Klub ist man Mitglied. So sollte es auch im KältenKlub sein. Jedoch soll es für die Mitglieder nichts kosten. Daher ist der KältenKlub komplett kostenfrei. Eine Registrierung ist jedoch Voraussetzung für die Nutzung der Inhalte. So ist es und so bleibt es auch. Jetzt ging es los und die Inhalte konnten hochgeladen werden. Zuerst ging es an die Chronologie der Veranstaltungen und die Terminvorschau auf die nächsten Veranstaltungen.

 

Projekt PINK

Was das ist, lest ihr hier

Ohne sie ginge es nicht

Solange man nicht gemeinnützig arbeitet, geht ohne eine gewisse Finanzierung leider gar nichts. So ist es auch beim KältenKlub und nur so kann der Klub für die Mitglieder kostenfrei bleiben. Es geht um die offiziellen Klubpartner. Das sind die Unternehmen, die sich für den KältenKlub einsetzen und uns aber auch euch unterstützen. Uns, weil dadurch der Klub am Leben bleibt und euch, weil sie euch mit relevanten Informationen versorgen.

Jeder von ihnen hat auf der Startseite sein Logo. Wenn man draufklickt, öffnet sich eine neue Seite, die alle Logos als Button anzeigt. Nun kann man auf ein Logo klicken. Dort stehen dann vielerlei Informationen von dem jeweiligen Klubpartner. Es sind u.a. die Firmengeschichten, Kontaktdaten, Kataloge, Videos u.v.m. Schaut euch einfach mal um. Es gibt viel zu sehen.

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